Nach 2010 war das Hauptreiseziel zum zweiten Mal seit De Kull – Entstehung das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau.
Ziel dieser Fahrt sollte es sein, den mitgereisten Jugendlichen das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte anhand eines der leider bekanntesten Orte des Holocausts näher zu bringen und zu verdeutlichen. Dabei war es besonders wichtig, dass anders als z.B. im schulischen Geschichtsunterricht oder in Alltagserzählungen, die Geschehnisse an Ort und Stelle verarbeitet werden sollten.
Am späten Abend des 24.03.2013 hieß für die Jugendlichen am FanHaus Gepäck aufladen, sich von den Eltern zu verabschieden und in die Autos steigen. Bis zur Ankunft in Auschwitz am Morgen des nächsten Tages standen für die vier Betreuer – ein Fünfter wurde in einem halbstündigen Besuch Berlins eingesammelt – inklusive Pausen ca. zwölf Stunden Fahrt und zahlreiche zu fahrende Kilometer auf dem Programm.
Relativ pünktlich wurde dann am Morgen des 25.03.2013 die polnische Stadt Oświęcim (Auschwitz) erreicht und die gebuchte Führung konnte beginnen.
In den darauf folgenden drei Stunden wurden unserer Reisegruppe zunächst die Überreste des Konzentrationslagers „KZ Auschwitz I“ präsentiert. Informative, beeindruckende, aber zugleich zutiefst bedrückende und erschreckende Erzählungen über die bis in kleinste Detail geplante Auslöschung von Menschenleben wurden dabei begleitet von passenden niedrigen Temperaturen und eisigem Wind. Das änderte sich auch nicht als nach einer halbstündigen Pause die Überreste des „KZ Auschwitz-Birkenau“ (auch „KZ Auschwitz II“), das eigentliche Vernichtungslager, besucht wurde. Nach einem weiteren einstündigen Aufenthalt dort war zwar die Führung beendet, doch jedem Einzelnen war anzusehen, dass die Verarbeitungen der letzten vier Stunden noch deutlich länger anhalten würden.
Das letzte Ziel für diesen Tag sollte dann ein Hostel in Katowitz/Katowice sein, in welchem alle ihr Zimmer für eine Nacht beziehen, sich aufwärmen und sich duschen konnten.
Danach setzten wir uns mit Betreuern und Jugendlichen im Gemeinschaftsraum des Hostels zusammen, um die noch frischen Erfahrungen zusammen zu tragen und zu reflektieren. Dabei wurde ersichtlich, dass vor allem die Atmosphäre in Auschwitz und die Vorstellung, dass solch furchtbare Dinge auf dem Boden stattgefunden haben, welchen man selbst gerade erst betreten hatte, tiefe Spuren bei allen hinterlassen hat.
Der Besuch in Auschwitz‘ hat gezeigt, dass es auch nach 70 Jahren weiterhin wichtig ist, die Menschen immer wieder mit der deutschen Historie zu konfrontieren, um aufzuklären und letztlich ein demokratisches Grundverständnis zu fördern und jeder Form von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt entgegen zu wirken.
Der Abend wurde mit Pizza und Co. beendet, danach wurde sich kollektiv schlafen gelegt, denn am nächsten Tag stand ja schließlich Spaß und der tropische Freizeitpark „Tropical Island“ auf dem Plan.
Am 26.03.2013 ging es also zurück nach Deutschland und am frühen Nachmittag wurden die Augen angesichts der beeindruckenden Luftschiffhalle sichtlich größer. Auf 66.000m² Fläche und aufgeteilt in verschiedene Themenbereiche bietet das Tropical Island jede Menge tropischen Spaß und den nutzten Jugendliche wie auch Betreuer etliche Stunden an diesem Nachmittag.
Den Abend – inklusive gemeinsamem Schauen des Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Kasachstan – und die Nacht verbrachten wir in der beschaulichen Jugendherberge am Köthener See (in Köthen, ein Ortsteil der Stadt Märkisch Buchholz in Brandenburg).
Am 27.03.2013 wurde dann die Heimreise angetreten und nach abermals mehrstündiger Fahrt konnten alle gesund und munter am FanHaus abgeliefert und abgeholt werden.
Wir hoffen, dass allen Beteiligten die Fahrt gefallen hat und jeder für sich zahlreiche Erinnerungen mitnehmen konnte und möchten unsererseits Dank aussprechen, da jeder dazu beigetragen hat, dass wir diese Bildungsfahrt 2013 als vollen Erfolg verzeichnen können. Dankeschön!



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