Die Bilder der Bildungsfahrt 2014 sind Online!!!

April 23rd, 2014

KLICK

Nachbericht Bildungsfahrt 2014

April 9th, 2014

Wer geglaubt hat, dass Fußball und Bildung nicht zusammenpassen, sollte in den sich den folgenden Bericht der Bildungsfahrt nach Nürnberg durchlesen.

Ca. 20 Jugendliche und 6 Betreuer haben das dortige Auswärtsspiel dazu genutzt, auch einen Blick auf die Geschichte unseres Landes zu werfen. Freitagnachmittags ging es mit drei gemieteten Neunern los in Richtung Nürnberg, wo in einer Jugendherberge das Quartier bezogen wurde. Am frühen Spieltagmorgen ging es dann zu einer Besichtigung des Reichsparteitages,  in unmittelbarer Nähe des Max-Morlock-Stadions in Nürnberg. Die Führung wurde vom Verein „Geschichte für alle“ durchgeführt. Dabei ging es insbesondere um die Architektur des Geländes und ihre propagandistische Wirkung auf das deutsche Volk während der NS-Zeit zwischen 1933 und 1945. So sahen wir die Bauruine der Kongresshalle, die Große Straße, auf der sich heute auch der Gästeparkplatz des Stadions befindet und die Überreste der Zeppelintribüne. Nach zwei Stunden dann wurde das Stadion nicht mehr nur aus der Ferne, sondern endlich von innen betrachtet. Weil die Nürnberger mitten im Abstiegskampf steckten und wir die drei Punkte für Europa brauchten, war das Spiel von Anfang an spannend. Nach dem verwandelten Elfmeter von Kruse war der Sieg perfekt und der komplette Gästebereich freundete sich schon wieder lautstark mit dem Gedanken an Europa an. Die Erinnerungen an die letzte Saison, in der unsere Borussia seit langem wieder auf die europäische Bühne trat, wird wohl keiner so schnell vergessen haben. Da ist es verständlich, wenn alle aus dem Häuschen sind. Die Jugendlichen konnten gut gelaunt samt Betreuerstab die Fahrt nach Dachau antreten. Hier sollte am nächsten Morgen eine Führung durch die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau stattfinden. Auf dem Weg in die nächste Jugendherberge in unmittelbarer Nähe zu Gedenkstätte, wurde noch ein kleiner Stopp in Ingolstadt eingelegt, bei dem die Jugendlichen ein bisschen die Innenstadt erkunden und sich stärken konnten, ehe der Abend dann in gemütlicher Runde im Bistro der Herberge ausklang. Da die Führung durch das Konzentrationslager auch einen gewissen Fußballbezug haben sollte, traf man sich am nächsten Morgen mit Andrea, einer Sozialarbeiterin des Fanprojektes München, die freundlicherweise die Führung durch die Gedenkstätte übernommen hat.  Dass Andrea zur blau-weißen-Fraktion in München gehörte, machte Sie direkt sympathisch und auch der bayrische Dialekt stellte die Gruppe vor keine großen Herausforderungen.
Allerdings  merkte man schon nach den ersten Fünf Minuten der Führung, dass die bisher ausgelassene und lebhafte Stimmung der Jungs und Mädels, aber auch die der Betreuer gedrückt wurde. Unser erster Stopp war in Blickrichtung zu einem ehemaligen SS-Ausbildungslager, das heute als Dienststelle für das berüchtigte Unterstützungskommando der Münchener Polizei, kurz USK, genutzt wird.  Das lassen wir einfach mal so im Raum stehen.

Auf dem Appellplatz erzählte uns Andrea dann etwas über die Rolle des Fußballballs im KZ Dachau. So gab es an den freien Sonntagen auf dem Apellplatz Spiele, die die Arbeitskommandos gegeneinander ausspielten, um für kurze Zeit ihre schreckliche Situation zu vergessen. Sogar Pokale fertigten die Häftlinge für die Sieger an.

Aber auch der Fußball wurde als „Foltermethode“ genutzt, nämlich in den Momenten als Mannschaften gegen die Wärter spielen mussten. Hier wurden dann bewusst schwache Häftlinge als Gegner ausgesucht und natürlich konnten Sie es den Wärtern in keinster Weise Recht machen. Ob Sieg oder Niederlage auf dem Platz, die Häftlinge haben in jedem Fall verloren. Die Spiele gegen die Aufseher des Lagers waren dagegen kein Spaß, weil egal, was die Häftlinge machten, man willkürlich bestraft werden konnte. Was also tun, wenn eh alles falsch ist? Verlieren? Gewinnen? Grätschen? Den Ball einfach ins eigene Tor rollen lassen? Das konnte sich niemand vorstellen.

Der selbst gedrechselte Pokal, um den die Häftlinge untereinander spielten, konnte man im angrenzenden ehemaligen Wirtschaftsgebäude ansehen. Hier war nämlich das Museum untergebracht, in dem viele unbeschreibliche Grausamkeiten dokumentiert wurden. Ein Gang durch den Bunker, das Häftlingsgefängnis, oder die Baracken (Schlafplätze der Häftlinge), drückten die Stimmung unter den Anwesenden immer mehr und ein  Lachen von Jugendlichen war nicht mehr zu vernehmen. Auch wenn Dachau kein Vernichtungslager war, starben nach Angaben der Gedenkstätte 41.500 Menschen an diesem Ort. Sei es durch Erschöpfung durch die viele Arbeit, kombiniert mit unzureichenden und ausbleibender Ernährung, durch  Menschenversuche bis hin zu Selbstmorden der Häftlinge. Bei den bis zu 200.000 Inhaftierten in Dachau und Umgebung wurde kein Unterschied gemacht, ob es prominent oder einfacher Bürger, Profifußballer oder Arbeitsloser. Viele Häftlinge wussten noch nicht einmal, warum Sie überhaupt inhaftiert wurden.

Ein prominenter Häftling, über den an diesem Sonntag vermehrt gesprochen wurde, war der ehemalige Präsident des FC Bayern München, Kurt Landauer. Ohne diesen Menschen, wäre der FC Bayern wahrscheinlich heute auch nicht der Verein, der er ist. Erst durch die Schickeria München, ist Kurt Landauer wieder zurück in die Köpfe der Münchener Bürger gekommen. Das zeigte auch, welchen positiven Einfluss Ultrágruppen auf die Gesellschaft haben können.

Nach 2,5 Stunden Führung verabschiedete Andrea sich mit den Worten: „Ihr könnt nichts für die Vergangenheit, aber Ihr könnt dafür Sorge tragen, dass so etwas nie mehr vorkommt.“. Die Rückreise verlief schnell und ereignislos und auch das Lachen der Jungs & Mädels kam schnell wieder  zurück.

Fußball und Bildung passt also doch besser zusammen als Viele glauben.

Weitere Fotos der Tour folgen in Kürze!

 

Ferienöffnungszeiten

April 3rd, 2014

Hallo Leute,

bald sind endlich Ferien! Damit Ihr Euch auch von der Schule vernünftig erholen könnt und eure Freizeit mit anderen jugendlichen Borussiafans in vollen Zügen ausleben könnt, bieten wir Euch spezielle Ferienöffnungszeiten an.

Ferienöffnungszeiten:

Mo/Di/Do/Fr: 13-20 Uhr

Mi: 13-19 Uhr

Kommt vorbei zum: CHILLEN, GRILLEN und KICKEN…

…gerne könnt Ihr auch eure eigene Fahne oder einen Doppelhalter gestalten.

Wir freuen uns auf Euch!!!

Mit “De Kull” nach Schalke!

März 24th, 2014


Am Sonntag, den 27.04.2014 geht es mit dem Zug auf U18-Tour nach Gelsenkirchen.

Schlagen wir nach der kleinen Borussia aus Dortmund auch Schalke ein zweites Mal in dieser Saison?


Lasst Euch diese Chance nicht entgehen und begleitet uns, um unsere Mannschaft angemessen zu unterstützen!

Wie gewohnt könnt Ihr unter info@dekull.de das Anmeldeformular und das Infoblatt anfordern.

Die Fahrt inklusive Eintrittskarte kostet  20€.

Meldet Euch wie immer zeitnah an, um einen der knappen Plätze zu bekommen.

Euer “De Kull”-Team